Umweltinformation zu Produkten

In den letzten Jahren gab es viele neue Initiativen mit dem Ziel Umweltinformation auf Produkten zur Verfügung zu stellen. Gezeigt werden z.B. Informationen zum CO2-Fussabdruck oder andere umweltrelevante Daten. Solche Information soll Konsumenten die Möglichkeit geben umweltbewusst einzukaufen und Lebenszyklusdenken bei Firmen zu fördern. Allerdings gibt es eine Reihe methodischer Fragen die hierzu zunächst beachtet werden müssen, damit diese Informationen wirklich sinnvoll sind und die richtigen Hinweise geben.

ESU-services hat die Machbarkeit für solche Umweltinformationen in einer Konzeptstudie für das Bundesamt für Umwelt untersucht. Hierzu wurden alle wesentlichen methodischen Fragen für eine solche Information im Detail angeschaut. Eine wesentliche Frage ist z.B. ob der gesamte Lebenszyklus des Produktes abgebildet wird, oder ob analog zum Preis und anderen Labels nur die Herstellungsprozesse des Produktes einbezogen werden. Die Nutzungsphase ist oftmals sehr variabel und Abschätzungen hierzu sind deshalb relativ unsicher. Diese Phase des Lebenszyklus wird oftmals vor allem durch den Konsumenten beeinflusst und nicht durch den Hersteller des Produktes. Eine weitere grundsätzliche Frage ist die Entscheidungsebene, die mit einer solchen Information beeinflusst werden soll. Geht es nur um Detailvergleiche von sehr ähnlichen Produkten oder sollen auch Vergleiche z.B. zwischen vegetarischen und fleischhaltigen Mahlzeiten unterstützt werden? Eine weiterer wichtiger Punkt ist welche Umweltindikatoren (z.B. Umweltbelastungspunkte) verwendet werden und wie deren Bedeutung für Konsumenten verständlich dargestellt werden kann.

Kontak: Niels Jungbluth

Machbarkeitsstudie
Ökobilanz Diskussionsforum: