Wegweisende Projekte zur umweltfreundlichen Ernährung
Wer hat nicht schon einmal vor dem Gemüseregal des Supermarktes gestanden und sich gefragt, ob nun die Biokarotten aus Italien oder der Blumenkohl aus dem eigenen Land, die ökologischere Auswahl für das nächste Mittagessen sind und dann vielleicht doch beim leckeren Spargel aus den USA zugegriffen?
Die Umweltbelastungen von Nahrungsmitteln hängen von vielen Faktoren ab. Oft ist es nicht einfach die beste Variante zu bestimmen. ESU-services hat eine Reihe von Projekten durchgeführt um solche Entscheidungen zu unterstützen.
- Umweltfolgen des Nahrungsmittelkonsums: Ziel der Dissertation war es die Handlungsmöglichkeiten für einen ökologischen Lebensmitteleinkauf detailliert zu untersuchen. Dazu wurde eine Methode entwickelt, mit der jeweils die mit einem Produktmerkmal, z.B. dem Produktionsgebiet, in Verbindung stehenden Umweltbelastungen bilanziert werden können. In der Arbeit wird eine umfangreiches Ökobilanz-Inventar für den Einkauf von Fleisch und Gemüse erarbeitet. Die entwickelte Methodik macht es möglich KonsumentInnenhandeln auf unterschiedlichen Handlungs- und Entscheidungsebenen zu beurteilen. Die Arbeit wurde im Jahr 2000 mit dem Greenhirn Preis des Öko-Instituts Freiburg ausgezeichnet.
- Die Rolle von Verpackungen im Lebenszyklus von Nahrungsmitteln: Viele Ökobilanzen von Verpackungen berücksichtigen nicht den Lebenszyklus des verpackten Produktes. Zusammen mit Verpackungsherstellern wurden deshalb Ökobilanzen erstellt, die auch den gesamten Lebensweg des Lebensmittels berücksichtigen. Fallbeispiele in denen auch das Konsumentenverhalten abgebildet wird, sind Joghurt, Rindsbraten, Spinat, Kaffee, Butter oder Schokolade.
- Ökobilanz für Mineralwasser und Hahnenwasser: ESU-services hat hierzu eine Studie im Auftrag von Schweizer Wasserwerken erstellt und gezeigt, dass Trinkwasser bis zu 1000mal umweltfreundlicher ist als Mineralwasser. Die Studie wurden in einer Reihe von Medienberichten zitiert. Der SVGW hat hierfür einen Preis für die beste poplärwissenschaftliche Darstellung von vom IWA im Jahr 2006 erhalten.
- Indikatoren zum Monitoring der Umweltbelastungen aus dem Nahrungsmittelkonsum: Die Umweltbelastungen der Ernährung unterscheiden sich von Land zu Land. Im Auftrag der OECD wurden Indikatoren für einfache Vergleiche erarbeitet.
- Graue Emissionen durch den Handel mit Nahrungsmitteln: Für eine Gesamtbilanz der Schweizer Treibhausgasemissionen wurden Umweltbelastungen von Nahrungsmittelimporten und Exporten auf Grundlage von Ökbilanzdaten bilanziert. Damit ist es möglich ein realistisches Bild der Auswirkungen des nationalen Konsums zu zeichnen. Die gleiche Methode wurde zur Ökobilanzierung der gesamten zentral organisierten Lebensmitteleinkäufe in der Stadt Zürich verwendet. Damit ist es möglich Prioritäten für einen umweltfreundliche Beschaffung aufzuzeichnen.
Sachbilanzdaten für die Ernährung
ESU-services ist spezialisiert auf die Erhebung von detaillierten und transparent dokumentierten Daten für die Erstellung von Ökobilanzen. Auf Wunsch erheben wir auch detaillierte Sachbilanzdaten für Ihre Studien in fast allen gewünschten Formaten. Unsere Datenbank enthält mehr als 800 Datensätze (Excel Liste) mit Bezug zur Ernährung, z.B.:
- Vereinfachte landwirtschaftliche Produktionsprozesse: Anwendung von Düngern
- Gemüse: Spinat, Salat, Tomaten, Kohl, Kartoffeln, Spargel, etc.
- Früchte: Äpfel, Orangen, Erdbeeren, Weintrauben, etc.
- Fleischprodukte: Schwein, Kalb, Rind, Lamm, Geflügel, Eier
- Fisch: Kabeljau, Hering, Makrele
- Molkereiprodukte: Milch, Butter, Joghurt, Käse, Sahne, Milchpulver
- Grundnahrungsmittel: Nudeln, Brot, Mehl, Tofu
- Getränke: Mineralwasser, Trinkwasser, Säfte, Bier, Wein, Kaffee, Milch, Sojamilch, etc.
- Süssigkeiten: Schokolade, Speiseeis
- Mahlzeiten: Rinderbraten, Lasagne-Fertiggericht, Gulaschsuppe, regional vs. importiert
- Haushaltsgeräte: Kühlschrank, Kochherde, Mikrowelle, Kaffeemaschine, Sprudlergeräte
- Konsum: Verpackungen, Transporte, Distribution, Kochen
- Tiernahrung: Katzenfutter
Weitere Informationen
Kontakt: Niels Jungbluth



